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Die Geschichte der Genossenschaft

Der erste Weltkrieg war gerade 10 Jahre vorbei und die Scheinblüte der goldenen Zwanziger Jahre bereits verwelkt. Die Weltwirtschaftskrise war 1929 ausgebrochen und hatte Deutschland schon in diesem Jahr 1,9 Millionen Arbeitslose gebracht. Dies waren nicht eben günstige Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens als sich 30 Bauhandwerker am 21. Juni 1929 im Gasthaus Fortuna zusammenfanden um einen Ausweg aus den schwierigen Verhältnissen zu suchen. Professor Skriba aber weckte mit seinem Vortrag über das Genossenschaftswesen des Verbandes Badischer Gemeinnütziger Bauvereinigungen so viel Initiative, dass noch am selben Tag der Vorstand gewählt wurde:

Dies waren:

Georg Kaufmann, Zimmerermeister
Adam Mock, Zimmerermeister
Josef Wagner, Bauunternehmer

1930 - 1940

Die erste Generalversammlung am 28.02.1931 befasste sich in der ersten Linie mit der Mietzinsberechnung. Im Protokollbuch vom 05.Februar 1931 ist erstmals eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Der Reingewinn wurde mit RM 734,58 ermittelt. 1933 begann die Handwerkergenossenschaft sich für Instandsetzungen einzusetzen und bei Finanzierungen auszuhelfen. Bereits 1934 wurden 11 Instandsetzungskredite gewährt. 1934 wurde an der Ludwigshafener Straße Grundstücke gekauft, ein Zweifamilienhaus errichtet und ein weiteres im Betreuungsbau errichtet. Da eine Anerkennung als gemeinnütziges Unternehmen abgelehnt wird, muss 1937 eine neue Satzung und die Änderung in den Firmennamen Bauhandwerkergenossenschaft Stockach eGmbH beschlossen werden.

1940-1950

Unter dem Vorwand von Grundsteuerschulden und der Hypothekenschulden und auf Druck der NSDAP werden am 04.12.1941 alle Häuser zum Buchwert verkauft. Eine Auflösung der Genossenschaft misslingt aber. Die Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegsjahre lassen erst im Juni 1949 eine Generalversammlung zu, in der ein neuer Vorstand gewählt wurde, bestehend aus Josef Wagner, Bauunternehmer; Karl Fritz, Kaufmann und Julius Böhe, Volksbank-Direktor. In dieser Versammlung wurde eine neue Satzung beschlossen, sowie die Umstellung der Reichsmarkbilanz auf eine Eröffnungsbilanz in DM. Die frühere Bauhandwerkergenossenschaft Stockach eGmbH wird in die "gemeinnützige Baugenossenschaft Stockach eGmbH" umgewandelt.

1950-1970

1949 wird ein 12-Familienhaus und ein 9-Familienhaus in der Hans-Kuony-Straße,

1952-1954 werden vier 5-Familienhäuser in der Gartenstraße,

1954-1956 drei 5-Familienhäuser in der Mozartstraße,

1966-1969 zwei 6-Familienhäuser und ein 7-Familienhaus in der Robert-Koch-Straße,

1970 ein 7-Familienhaus in der Zeppelinstraße und

1971 ein 7-Familienhaus in der Hans Kuony-Straße erstellt.

1965 eröffnete die Genossenschaft erstmals eine eigene Geschäftsstelle, zur Abwicklung der Büroarbeiten wurde ab dem 15.02.1965 der spätere Geschäftsführer und Vorstand Dieter Fritz als Bürokraft eingestellt.

1970-1990

1977 wurden die neuen Geschäftsräume im neuen Rathaus bezogen. Außerdem wurde ein Beschluss zur laufenden Modernisierung des Wohnungsbestandes, insbesondere Elektrik, sanitäre Einrichtungen, Etagenheizungen sowie Böden und Türen über die kommenden Jahre gefasst.

1978 wird ein 9-Familienhaus in der Hindelwanger Straße / Franz-Schubert-Straße errichtet, das teilweise vermietet (2 Wohnungen) und teilweise veräußert (7 Wohnungen) wird.

1986 wird in der Kaufhausstraße ein Wohn- und Geschäftshaus mit 12 Wohnungen, 2 Läden und Tiefgarage erstellt. Auch hier wurden 2 Wohnungen von der Genossenschaft übernommen, die übrigen verkauft.

1990-2010

In den 90er Jahren wurden zahlreiche Stellplätze und Garagen gebaut, die Fernsehantennen wurden auf Satellitenempfang umgestellt, Wasserzähler und Wärmeschutzfenster wurden in die Wohnungen eingebaut und die großen Sanierungen unserer Häuser abgeschlossen.

1991 wurde ein Grundstück in der Pfarrstraße erworben.

1997 wurden 18 Garagen in der Mozartstr. 6-8 erstellt.

1998 wurde das Grundstück in der Pfarrstraße durch die eigens gegründete  "GbR Pfarrstraße Baugenossenschaft Stockach e.G. / Dandler GmbH" mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut.

2000 wurden 9 Eigentumswohnungen, 1 Laden, 4 gewerbliche Einheiten sowie eine Tiefgarage fertiggestellt.

2004 feierte die Baugenossenschaft ihr 75-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Genossenschaft 270 Mitglieder.

2010 - Heute

2011 wurde eine Wohnung in der Kaufhausstr. 10 verkauft.

2012 war Baubeginn des Wohn- und Geschäftshauses in der Winterspürer Str. 6, 8 und 8/1 mit 16 Wohnungen, 2 Gewerbeeinheiten und 27 Tiefgaragenstellplätzen. Eine Wohnung und zwei Gewerbeeinheiten wurden in den Objektbestand der Baugenossenschaft überführt. In einer der Gewerbeeinheiten hat die Baugenossenschaft seit 2014 ihre Büroräume.

2012 scheidet Dieter Fritz altershalber aus dem Vorstand aus und wird als Geschäftsführer mit Gesamtprokura weiterbeschäftigt.

2014 wurden die Balkonanbauten in der Radolfzeller Str. 24-30 fertiggestellt und eine Wohnung in der Hindelwanger Str. 31 verkauft.

2014 Kauf von 2 Grundstücken im Galgenäcker.

2016 wurde die Gewerbeeinheit in der Pfarrstr. 15 durch die GbR verkauft und die GbR anschließend aufgelöst.

2016 wurden die Balkonanbauten in der Hans-Kuony Str. 20-22 und 31-33 fertiggestellt.

Nach 52 Dienstjahren in der Baugenossenschaft Stockach e.G. ist der Geschäftsführer und frühere Vorstand Dieter Fritz zum 31.12.2016 in den verdienten Ruhestand verabschiedet worden. im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017 wurd er zum Ehrenvorstand der Baugenossenschaft Stockach e.G. ernannt.

2017 wird Roland Mathis zum geschäftsführenden Vorstand ernannt.

Es wurde eine Gewerbeeinheit nebst 2 Tiefgaragenstellplätzen in der Winterspürer Str. 6 verkauft und 2 Bauplätze im Galgenäcker erworben.

In den Jahren 2015-2017 wurden zwei Neubauten mit jeweils 14 Wohnungen im Galgenäcker 24 und 26 in Stockach erstellt und im Jahr 2017 bezogen.